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Facility Management

Hitzestau unter Oberlichtern und Lichtkuppeln: Wie Beschichtungen Hallen kühlen

Nicht nur Fassade, nicht nur Dach: Die Kombination macht den Unterschied

Heizt sich eine Halle im Sommer auf, wird die Ursache schnell bei den Fenstern gesucht. Das ist naheliegend, denn Fenster sind sichtbar und lassen viel Strahlungswärme hinein. Wer allerdings nur an der Fassade ansetzt, übersieht die gewaltige Wärmelast von oben. Erst das Zusammenspiel aus Sonnenschutz an Fenstern und wirksamer Entlastung an den Oberlichtern sorgt für ein spürbar kühleres Hallenklima.

Hitzeschutz für Lichtkuppeln und Oberlichter ist deshalb ein eigenes Thema und kein Nebenaspekt des Fensterthemas. Oberlichter, Lichtbänder und Lichtkuppeln sind nach oben gerichtet. Sie bekommen die Sonneneinstrahlung im Sommer nahezu senkrecht ab, also dann, wenn sie am intensivsten ist. Eine Südfassade wird morgens und abends flacher bestrahlt, eine Dachfläche nicht.

Dazu kommt die Physik des Raums. Warme Luft steigt. Unter dem Dach entsteht ein Wärmepolster, das sich über den Tag aufbaut und nachts kaum abgebaut wird, weil die Halle keine Nachtauskühlung hat.

Wer bei einer solchen Halle ausschließlich an den Fenstern ansetzt, lässt einen erheblichen Teil des Problems ungelöst.

Warum eine Folie hier oft nicht funktioniert

Sonnenschutzfolie ist eine ausgezeichnete Lösung auf planem Glas. Genau das ist an Dachlichtflächen selten gegeben.

Lichtkuppeln sind gewölbt

Eine Folie ist ein flaches Material. Sie lässt sich nicht faltenfrei auf eine Halbkugel oder ein Tonnengewölbe legen. Was dabei entsteht, sind Zugspannungen, Blasen und Kanten, die sich lösen.

Der Untergrund ist meist Kunststoff, nicht Glas

Polycarbonat, Acrylglas, PMMA, Stegdoppelplatten. Diese Materialien haben andere Oberflächenenergien und ein deutlich stärkeres Wärmedehnungsverhalten als Glas. Folienkleber, die für Glas ausgelegt sind, arbeiten dort nicht zuverlässig über Jahre.

Oberflächen sind strukturiert

Prismenoptiken, Rillenstrukturen, Ornamentprofile bei älteren Lichtbändern. Eine Folie braucht glatten Kontakt, auf Struktur haftet sie nur punktuell.

Die Innenseite ist unerreichbar

Über abgehängten Decken, hinter Trapezblech-Anschlüssen, in Hallen mit Kranbahnen. Die Innenseite eines Lichtbands ist oft nicht ohne erheblichen Aufwand zugänglich.

Wie eine Sonnenschutzbeschichtung funktioniert

An dieser Stelle setzen wir Beschichtungen ein: Ein flüssiger Sonnenschutzlack unseres Markenpartners Liquisol wird aufgetragen, der nach dem Aushärten eine dauerhaft haftende, reflektierende Schicht bildet.

Der entscheidende Unterschied zur Folie liegt darin, dass das Material der Oberfläche folgt. Ob gewölbt, strukturiert, geknickt oder aus Kunststoff, der Lack legt sich auf die Geometrie, die vorhanden ist. Es gibt keine Kanten, keine Nähte und keine Stoßstellen, an denen sich etwas lösen kann.

Was die Beschichtung leistet:

  • bis zu 75 Prozent weniger Hitzeeintrag über die behandelte Fläche
  • bis zu 80 Prozent weniger Blendung, relevant überall, wo unter dem Oberlicht gearbeitet wird
  • Tageslicht bleibt erhalten, die Fläche wird kaum abgedunkelt oder verschlossen
  • hitze- und kältebeständig, reißt und platzt nicht bei Wärmedehnung des Untergrunds

Was sie nicht leistet. Sie ersetzt keine bauliche Sanierung eines undichten Lichtbands und keine Lüftungsanlage. Sie reduziert den Strahlungseintrag, nicht die Wärme, die über Luftwechsel und Prozesse in die Halle kommt.

Warum Überstreichen keine Alternative ist

In vielen Hallen finden wir eine Selbsthilfelösung vor, nämlich mit weißer Farbe oder Kalkschlämme überstrichene Lichtbänder. Der Gedanke ist naheliegend, das Ergebnis aber teuer.

Erstens verschließt Farbe die Fläche und nimmt das Tageslicht mit. Aus dem Oberlicht wird eine Blende, und die Hallenbeleuchtung läuft ab dann tagsüber mit. Was Sie an Kühlung sparen, zahlen Sie beim Strom für die Beleuchtung.

Zweitens ist gewöhnliche Farbe nicht auf Freibewitterung und auf das Dehnungsverhalten von Polycarbonat oder Acrylglas abgestimmt. Sie kreidet ab, reißt und löst sich in Schollen, und der Abtrag landet auf dem Dach und in den Entwässerungsrinnen. Nach zwei bis drei Sommern steht dieselbe Entscheidung wieder an, dann zusätzlich mit einer Reinigungsaufgabe.

Eine Sonnenschutzbeschichtung ist genau für diesen Einsatz entwickelt. Sie bleibt lichtdurchlässig und ist auf den Untergrund und die Bewegung abgestimmt.

Wo wir Beschichtungen typischerweise einsetzen

Produktions- und Lagerhallen

Große Dachlichtflächen, Maschinenwärme im Raum, keine Klimatisierung. In einer typischen Industriehalle ist die Beschichtung meist die einzige wirtschaftlich vertretbare Maßnahme überhaupt, denn die Klimatisierung einer Hallenkubatur ist kaum darstellbar.

Werkstätten und Kfz-Betriebe

Lichtbänder über Hebebühnen und Arbeitsplätzen. Blendung ist hier, neben der Erhitzung, ebenfalls ein großes Problem.

Schwimmbäder und Sporthallen

Große Kunststoffverglasungen, hohe Aufenthaltsdauer, keine Ausweichmöglichkeit für die Nutzer.

Bürogebäude mit Atrium oder Glasdach

Der Innenhof, der im Konzept als Aufenthaltsqualität geplant war und im Hochsommer zur Sauna wird.

Schulen und Kindergärten

Oberlichter über Treppenhäusern und Aulen, Lichtkuppeln über Gruppenräumen. In Bildungseinrichtungen machen Ferienzeiten die Montage planbar.

Die Montage: Was in Ihrem Betrieb tatsächlich passiert

Das ist die Frage, die im Objektgespräch als Erstes kommt, und sie ist berechtigt.

Gearbeitet wird von außen, auf dem Dach

Das heißt kein Gerüst in der Halle, keine Einrüstung von Arbeitsplätzen, keine Absperrung von Verkehrswegen im Inneren. Für laufende Produktion ist das der entscheidende Punkt.

Kein Ausbau, kein Eingriff in die Konstruktion

Die vorhandenen Kuppeln und Lichtbänder bleiben, wo sie sind. Keine Demontage, keine Statikfrage, keine Anpassung von Anschlüssen und Abdichtungen.

Voraussetzungen, die wir vorab klären

Dachzugang und Absturzsicherung, Tragfähigkeit für die Begehung, Zustand der Lichtflächen. Eine bereits versprödete oder gerissene Kuppel wird durch eine Beschichtung nicht wieder dicht. Und geeignete Wettervoraussetzungen, denn trockene Bedingungen und Oberflächentemperaturen im Verarbeitungsbereich sind Voraussetzung. Wir planen deshalb grundsätzlich mit Alternativterminen.

Zeitaufwand

Bei zusammenhängenden Dachlichtflächen kommen wir gut voran, weil kein Zuschnitt und keine Einzelmontage pro Element nötig ist. Der konkrete Zeitraum hängt von Fläche, Dachzugang und Wetter ab, das nennen wir im Angebot und nicht als Faustformel.

Was Sie vorbereiten sollten

Hilfreich für die Kalkulation sind ein Dachplan oder ein Luftbild mit den Lichtflächen, Angaben zum Material der Kuppeln oder Lichtbänder, das Einbaujahr, Fotos von oben und aus der Halle sowie Informationen zum Dachzugang. Mit diesen Unterlagen können wir häufig schon vor dem Vor-Ort-Termin eine belastbare Größenordnung nennen. Was wir nicht können, ist ein Angebot ohne Sichtprüfung, denn der Zustand der Kunststoffflächen entscheidet darüber, ob eine Beschichtung überhaupt sinnvoll ist.

Die wirtschaftliche Rechnung

Der Vergleich, um den es im Facility Management wirklich geht, sieht so aus.

Austausch der Lichtkuppeln gegen Sonnenschutzverglasung

Bedeutet hohen Materialpreis, Eingriff in die Dachhaut, Abdichtungsarbeiten, Gewährleistungsschnittstellen, mehrere Wochen Bauzeit und in der Regel eine Nutzungseinschränkung.

Nachträgliche Klimatisierung der Halle

Bedeutet hohe Investition, dauerhafte Betriebskosten und ist bei Hallenkubaturen technisch oft schwer darstellbar.

Beschichtung der bestehenden Flächen

Ist ein Arbeitsgang von außen, ohne Eingriff in die Konstruktion, ohne Betriebsunterbrechung, mit Wirkung ab dem Punkt der Aushärtung und ohne laufende Betriebskosten.

Wenn es rein um Strahlungseintrag und Blendung geht, ist die beste Variante fast immer die mit dem besten Verhältnis von Wirkung zu Aufwand.

Unser Ansatz

Wir haben beide Werkzeuge im Zugriff, nämlich die Folie am planen Glas und die Beschichtung an allem, was gewölbt, strukturiert oder aus Kunststoff ist. Das erlaubt uns eine Empfehlung, die von der Fläche ausgeht, statt vom Sortiment.

In der Praxis führt das oft zu einer geteilten Lösung. Beschichtung auf den Dachlichtflächen, Folie an der Fassadenverglasung, dazu ein Folienrollo an den Arbeitsplätzen, wo Blendfreiheit am Bildschirm gefordert ist. Die richtigen Maßnahmen, ein Konzept, ein Ansprechpartner.

Fazit

Hitze, die über Oberlichter, Lichtbänder und Lichtkuppeln in die Halle kommt, lässt sich nicht an der Fassade lösen. Auf gewölbten und strukturierten Kunststoffflächen ist die Beschichtung die technisch passende Antwort, mit bis zu 75 Prozent weniger Hitze und bis zu 80 Prozent weniger Blendung, ohne Ausbau und ohne Betriebsstopp.

Sie haben Dachlichtflächen, die Ihnen im Sommer Probleme machen? Schicken Sie uns Fotos vom Dach und aus der Halle sowie ungefähre Flächenangaben. Wir kommen vorbei, prüfen die Oberflächen und nennen Ihnen den verbindlichen Preis. Um Termine kümmern wir uns kurzfristig, ohne lange Vorlaufzeiten.

→ Mehr zu unseren Lösungen: Hitze- und Schutzbeschichtungen

 

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